19. Oktober 2016

Run Baby Run


Früher fand ich laufen einfach nur langweilig und dank mangelnder Ausdauer verging mir die Lust meist auch ziemlich schnell. Schließlich macht es wenig Spaß, wenn einem nach kurzer Zeit die Puste schon ausgeht und man hechelnd und rumkrebsend in der Ecke liegt. 
Heute ist mir klar, dass ich einfach zu wenig Geduld hatte, mich Stück für Stück zu steigern und nicht alles sofort zu wollen.
Ein Stück weit ist das zwar auch heute noch so, aber meine Tochter lehrt mich jeden Tag aufs neue was es heißt, geduldig zu sein und auch langsame Fortschritte zu würdigen.

Seit der Geburt von Lena will ich mich nicht weiter so schleifen lassen wie in den Jahren zuvor.
Aus diesem Grund nahm ich mir das Ziel, wieder mehr für mich und meinen Körper zu tun und somit natürlich auch das ein oder andere Kilo runter zu bekommen und alles wieder ein wenig zu straffen. 
Doch, in Anbetracht der mangelnden Flexibilität und Zeit (ein Kind fordert schließlich einiges davon ein), fiel es mir schwer, einen geeigneten Sport zu finden, den ich zu jeder Tages- und Nachtzeit betreiben könnte und mir eben auch noch Spaß macht. Denn Spaß ist schließlich ein großer Motivator, am Ball zu bleiben. 
Nach einigen Überlegungen gab ich mir einen Ruck und entschloss mich, dem Laufen noch eine Chance zu geben. Wie bereits in meinem Abnehm-Logbuch #1 beschrieben, wollte ich dieses Mal aber nicht wieder von 0 auf 100 an einem Tag, sondern suchte mir einen Plan, nach dem ich laufen ging, um meine Ausdauer immer stückchenweise auf Vordermann zu bringen.

Die ersten Wochen fiel es mir wirklich schwer mich zu motivieren, meinen Hintern hoch zu bekommen und einfach den Kopf auszuschalten. 
Nach einer Woche kompletter Laufpause hatte ich auf einmal tierische Hummeln im Hintern und lief einfach mal drauf los, um zu sehen, wie lange ich durchhalte. Ich kann euch keine genaue Zeit nennen, geschweige denn, wie lange die Strecke war, aber mir fiel es wesentlich leichter und hinterher war ich wahnsinnig stolz auf mich. 
Und dieser Tag gab mir den Anstoß weiter zu machen.
Inzwischen trainiere ich darauf hin, zumindest mal 25-30 Minuten am Stück zu laufen, ohne Pause zu machen. Die Intervalle zwischen laufen und zügigem gehen wechsle ich zwar noch ab, doch die Abstände werden zunehmend kleiner.

Für mich hat das Laufen wesentliche Vorteile gegenüber bspw. einem Fitnesscenter, einem Sportverein oder Sonstigem. Denn ich kann mir meine Zeiten frei einteilen, bin an keine Öffnungs- oder Trainingszeiten gebunden. Außerdem muss ich nicht erst irgendwo hinfahren, sondern kann direkt an der Haustür los laufen. Dies erspart mir einiges an Zeit und Rumgurkerei.


Wann laufe ich?


Zu Beginn lief ich meistens morgens oder vormittags mit Lena im Schlepptau.
Anfangs funktionierte das auch super und ich konnte es meistens mit einem kurzen Nickerchen von meiner Tochter kombinieren.
Somit hatten wir beide frische Luft, ich meine Bewegung und sie ihren Schlaf. Doch da sie zunehmend unruhiger beim Laufen im Kinderwagen wurde, habe ich mein Training eher in die Abendstunden verlegt, in denen Philip dann auf Lena aufpassen kann.
Dadurch habe ich vollkommene Ruhe beim Laufen, kann mich auf mich konzentrieren und die kleine Maus langweilt sich nicht. Jedoch werde ich es demnächst nochmal mit ihr zusammen versuchen, da sie zunehmend Spaß am Rennen bekommt.

Vorteile vom Laufen


- Flexibilität von Zeit und Ort
- Super an den Tagesrhytmus anpassbar
- Man kann sein Kind dabei mitnehmen und braucht keine Betreuung
- Schnell sichtbare Leistungssteigerungen, die motivieren
- Man ist an der frischen Luft
- Man bekommt den Kopf frei

Nachteile vom Laufen


- Unflexibler des Wetters betreffend
- Muskeln werden nicht explizit / direkt trainiert
- KANN auf die Gelenke gehen


Letztlich muss Jeder Mensch selber wissen, ob ihm/ihr Laufen liegt und Spaß macht, aber oft pusht es ungemein, wenn man nach kurzer Zeit schon deutliche Verbesserungen bemerkt.
Doch das Wichtigste ist immer: Spaß an der Sache zu haben. Warum sich quälen, wenn es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt, sich sportlich zu betätigen und zu bewegen.
Findet euren Weg und die Sportart, die euch Freude bereitet und ihr werdet merken, dass die Motivation viel einfacher kommt.
Natürlich muss man vor allem anfangs oft seinen inneren Schweinehund besiegen und dieser kommt auch immer mal wieder, aber wenn man sich immer wieder vor Augen führt, wie toll man sich fühlt und wie stolz man auf sich ist, dass man etwas getan hat, dann kann dieser innere Mistkerl immer wieder überwunden werden.

Eure Muddi

1 Kommentar:

  1. Hey Vivi! Was du schreibst, kommt mir sehr bekannt vor :-) Habe aus denselben Gründen angefangen zu laufen und schreibe ebenfalls auf meinem Blog darüber. Kannst ja mal vorbei schauen, wenn du magst!

    http://www.frischluftzeit.de/2016/09/04/warum-ich-mit-dem-laufen-angefangen-habe/

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Herzlich Willkommen auf meinem Blog 'Muddiwirdfit'. Ich bin Vivi, 25 und wohne im überschaubaren Saarland. Ihr findet bei mir eine bunte Mischung aus Rezepten, DIY Anleitungen, Alltägliches aus meinem Leben (als Muddi) und könnt mir auf meinem Abnehmweg und bei meiner Weiterbildung als Ernährungsberaterin folgen.